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INSELN - Licht-Installation im öffentlichen Raum - 2003

Ein Park oder ein Garten, in seiner Künstlichkeit und Vegetation ist eine Brücke zwischen Natur und Kultur. Hier trifft Warheit und Illusion auf fruchtbaren Boden.

Der Gärtner pflegt den Garten, um „Ethik und Ästhetik miteinander zu verbinden, um in sich selbst und durch sein Zutun die durch die Jahreszeiten stets erneuerte Natur zu (er)leben.“ (Michel Onfray, „Die Formen der Zeit“, dt.1999).

Die Künstlerin als Gärtner transformiert die Vegetation des Parks zu drei Inseln und läßt sie über den See wie über einem großen Spiegel schweben. Diese Reich offenbart sich jedoch nicht auf der Oberfläche, sondern in der Tiefe. Hier agiert der See als ein tiefer, lebendiger Spiegel, der in der Nacht das zu zeigen vermag was in den Inseln am Tage unter dem dicken Pelz der Vegetation gehütet wird.
Der See und die Inseln bilden in ihrer biotechnologischen Symbiose geschlossene Kreisläufe. Am Tag "sammelt" die Insel die Sonnenlicht auf um sie in der Nacht als Licht(t)räume frei zu geben. Nach Einbruch der Dämmerung ändert sich die Stimmung der Installation - die Inseln geben im Wasser ein Bild frei und tauchen selbst in der Dunkelheit ein. Zu sehen sind Körper schlafender Frauen - sie scheinen im See, unter der Wasseroberfläche zu schlafen.
Die Nacht ist die Zeit, wo die Dunkelheit das Sichtbare, das Rationale verhüllt und gleichzeitig macht sie die Tore zu den verborgenen Orten auf, woraus Fantasien und Geschichten frei gelassen werden.





Eine Zusammenarbeit mit Olympiapark München GmbH
Mit freundlicher Unterstützung von Degussa AG

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